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Für Deutschlands Drogenbeauftragte ist Cannabis „Zeug“

Daniela Ludwig (CSU) bleibt in Sachen Cannabis-Freigabe geschwätzig, aber untätig

Ein Kommentar von Sadhu van Hemp

Auf die Frage des „Münchner Merkur“, ob sie schon einmal gekifft hat, antwortete die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Daniela Ludwig: „Nein, ich bin in solchen Dingen null neugierig und eher der vorsichtige Typ. Was ich über Cannabis weiß, ist abschreckend genug.“

Nun ist es also geschehen, die Katze ist aus dem Sack: Die 44-jährige Berufspolitikerin der CSU, die seit 2002 Mitglied des Deutschen Bundestages ist, gibt zu, dass sie von Tuten und Blasen keine Ahnung hat – und „null neugierig“ auf etwas mehr Ahnung ist. Daniela Ludwig weiß nichts, aber das ist für sie bereits Abschreckung genug, um zu dem Schluss zu kommen, dass es sich bei Cannabis um „Zeug“ handelt.

Ludwigs Wortwahl ist verräterisch, denn das Wörtchen „Zeug“ ist in diesem Zusammenhang negativ konnotiert und bedeutet so viel wie Dreckzeug.

Wer so über die älteste Kultur- und Heilpflanze der Welt herzieht, bewegt sich sprachlich und wissenstechnisch auf niedrigstem Niveau.

Überdies offenbart die Drogenbeauftragte mit ihrem Geschwätz eine maßlose Borniertheit und Arroganz gegenüber jenen vier bis für Millionen Mitmenschen, die das „Zeug“ als Balsam für Leib und Seele verwenden und dank der menschenrechtsverletzenden Cannabis-Prohibition auf eine noch niedrige Stufe als Gewaltverbrecher, Sexualstraftäter und Steuerbetrüger gestellt werden.

Die Ludwig beim Wort genommen drängt sich der Verdacht auf, dass Deutschlands Drogenbeauftragte abgrundtiefe Verachtung gegenüber Menschen hegt, die sich mit dem „Zeug“ das Leben versüßen.

 Der eine oder andere wird nun einwenden, nicht jedes Wort der Ludwig auf die Goldwaage zu legen. Kann ja mal passieren, dass man versehentlich das wahre Gesicht hinter der heuchlerischen Maske zeigt.

Das ist nur menschlich. Geben wir doch der Dame aus Bayern Zeit, damit sie für Deutschland den goldenen Mittelweg findet und ihre verbalen Entgleisungen in den Griff bekommt. Außerdem verspricht sie ja immer wieder von neuem hoch und heilig, sich baldigst der Diskussion zu stellen und einen offenen Dialog zu führen.

Sie will, sagt sie, mit allen reden, ehe sie, die Juristin, sich ein abschließendes Urteil bildet. Also bitte, soll sie sich doch die paar Monate ein umfassendes Bild von der „Problematik“ bilden, bis die Groko-Regierung abdankt und ein neues Parlament gewählt wird.

 Daniela Ludwig von Seiten der Hanfcommunity eine Chance zu geben, ist nur fair – keine Frage. Doch dazu muss noch lange kein Kuschelkurs gefahren und zu Kreuze gekrochen werden. Dazu ist die Ludwig politisch viel zu leichtgewichtig.

Vielmehr ist klare Kante angesagt. Schließlich ist der alltägliche Wahnsinn des War on Drugs allgegenwärtig – und das spürbar leidvoll. Wenn die Koordinatorin der Sucht- und Drogenpolitik der Bundesregierung die strafverfolgte kiffende Bevölkerung mit leeren Versprechungen hinhält, muss und darf das auch kritisiert werden – und das in aller Schärfe.

Sich aus welchen Gründen auch immer anzubiedern und gute Miene zum bösen Spiel zu machen, verbietet sich, da es unredlich ist.

 Für den gemeinen Hänfling besteht folglich keine Veranlassung, sich kleiner zu machen, als er/sie ist. Die Handreichung hat von der Politik zu erfolgen. Sie sind es, die vom Volk alimentierten Volksvertreter, die mit dem Rücken zur Wand stehen.

Nicht der Hanf-Community rennen die Wähler weg, sondern den Verbotsparteien. Mit jedem weiteren Prohibitionstag kehren sich die Vorzeichen um – und die Jäger werden zu Gejagten.

Quelle:https://hanfjournal.de/2019/11/12/fuer-deutschlands-drogenbeauftragte-ist-cannabis-zeug/

#DaniLudwigMdB


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