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Medizinisches Cannabis bei Regelschmerzen

Fast jede Frau hat wĂ€hrend ihrer Menstruation schon einmal unter Regelschmerzen gelitten. Viele Frauen erleben ihre Periode sogar regelmĂ€ĂŸig als so schmerzhaft, dass sie in ihrem alltĂ€glichen Leben eingeschrĂ€nkt sind.

In den USA sorgt aktuell das Cannabis-Tampon fĂŒr Aufsehen. Und da stellt sich natĂŒrlich die Frage, inwieweit medizinisches Cannabis Frauen das Leben erleichtern kann.

Was sind Regelschmerzen Definition: Wie entstehen Menstruationsbeschwerden?

WĂ€hrend einige Frauen keine oder nur leichte Schmerzen wĂ€hrend der Menstruation verspĂŒren, leiden andere Frau unter sehr starken Regelschmerzen und UnterleibskrĂ€mpfen, sodass sie zeitweise erheblich im privaten und beruflichen Alltag eingeschrĂ€nkt sind. Dabei wird zwischen den zwei folgenden Arten von Regelschmerzen (Dysmenorrhö oder Dysmenorrhoe) unterschieden:

  • PrimĂ€re Regelschmerzen: Die Schmerzen treten bei der ersten Periode (Menarche) in der PubertĂ€t auf. Eine Ursache ist meist nicht ausfindig zu machen. Auch gesunde Frauen können unter Regelschmerzen leiden.
  • SekundĂ€re/erworbene Regelschmerzen: Diese Regelschmerzen treten erst im spĂ€teren Lebenszyklus auf und werden oftmals durch Erkrankungen, wie zum Beispiel Eierstockzysten, GebĂ€rmutterentzĂŒndungen oder Endometriose, hervorgerufen.

Der Menstruationszyklus umfasst im Durchschnitt 28 Tage und wird durch das Zusammenspiel von weiblichen Hormonen (Östrogen und Gestagene) sowie unterschiedlichen Hormonen (Gonadotropinen) aus dem Gehirn bestimmt.

Dabei werden die weiblichen Geschlechtshormone in den Eierstöcken produziert und die Hypophyse (HirnanhangdrĂŒse im Gehirn) bildet die Gonadotropine (Sexualhormone).

Nachdem die Sexualhormone ins Blut abgegeben wurden, gelangen sie automatisch in die Eierstöcke, wo sie die Eizellenproduktion anregen. Außerdem sorgen die Hormone dafĂŒr, dass der Eisprung wĂ€hrend der Zyklusmitte stattfindet.

Nach der Monatsblutung ist die GebĂ€rmutterschleimhaut dĂŒnn. Die Hormone Östrogene und Gestagene sorgen wĂ€hrend eines neuen Zyklus dafĂŒr, dass die GebĂ€rmutterschleimhaut gut durchblutet und dick wird.

Hierdurch entstehen optimale Bedingungen fĂŒr eine Schwangerschaft, da sich die Eizelle in solch einer Schicht besonders gut einnisten kann.

Dabei produzieren die Eierstöcke weniger Hormone, wenn die Eizelle nicht befruchtet wird. Die Schleimhaut löst sich von der GebÀrmutter in der ersten ZyklushÀlfte und wird dann mit der Periode ausgeschieden.

Können die Cannabinoide in Medizinalhanf wirksam bei Regelschmerzen sein?

Seit mehreren tausend Jahren nutzen die Menschen die Vorteile der Hanfpflanze. Hanffasern wurden seit jeher fĂŒr die Produktion von Textilien genutzt.

Im 19. Jahrhundert gehörten HanfblĂ€tter und HanfblĂŒten sogar zu den wichtigsten Heilmitteln gegen Schmerzen. Nachdem synthetische Medikamente hergestellt werden konnten und der Cannabiskonsum verboten wurde, verschwanden die Hanfprodukte ins Abseits.

Heute gewinnt die Hanfpflanze in der Heilmedizin immer mehr an Bedeutung.

Mediziner und Wissenschaftler sehen in Cannabis ein großes Potenzial, denn keine andere Heilpflanze bietet ein so vielfĂ€ltiges und breites Wirkungsspektrum. Besonders gut ist die schmerzstillende Wirkung von medizinischem Cannabis belegt.

Im Rahmen einer Chemotherapie und Strahlentherapie hat sich Cannabis ebenfalls als nĂŒtzlich erwiesen und lindert Übelkeit und Erbrechen.

Gleichzeitig wirkt Cannabis Appetit anregend und stimmungsaufhellend. Auch die entzĂŒndungshemmenden Eigenschaften von Cannabis konnten durch viele Studien belegt werden.

Immerhin enthÀlt die Hanfpflanze mehr als 80 Phytocannabinoide und nicht nur das gut erforschte Delta-9-Tetrahydrocannabinol (THC) besitzt positiv wirkende Eigenschaften.

Viele weitere Cannabinoide wie das Cannabidiol (CBD) und das Cannabigerol (CBG) rĂŒcken immer mehr in den Mittelpunkt von Forschungen.

Und auch fĂŒr Frauen könnten die schmerzstillenden und entspannung fördernden Eigenschaften der Cannabinoide das Ende fĂŒr Regelschmerzen bedeuten.

Wie viele Frauen leiden unter Regelschmerzen?

HÀufig sind schlanke MÀdchen ab der ersten Regelblutung von einer primÀren Dysmenorrhö betroffen. Ebenso hÀufig kommen Menstruationsschmerzen zwischen der PubertÀt sowie der ersten Schwangerschaft vor.

SchÀtzungsweise leiden ungefÀhr 50 bis 90 von 100 jungen Frauen unter Schmerzen. Mit zunehmendem Alter nehmen die Unterleibsschmerzen jedoch bei vielen Frauen ab.

Frauen zwischen 30 und 40 Jahren sind oftmals von sekundÀren Regelschmerzen betroffen.

Regelschmerzen: Ursachen und Symptome

Körperliche Erkrankungen sind meist nicht die Ursache fĂŒr primĂ€re Regelschmerzen. Vielmehr sind hier die körpereigenen Botenstoffe Prostaglandine fĂŒr die Schmerzentstehung verantwortlich, die in der GebĂ€rmutterschleimhaut wĂ€hrend der Regelblutung vermehrt gebildet werden. Dabei sorgen Prostaglandine dafĂŒr, dass sich die GebĂ€rmuttermuskulatur der GebĂ€rmutter immer wieder zusammenzieht und die Schleimhaut abstĂ¶ĂŸt. Das Gewebe wird bei diesem Zusammenziehen weniger gut durchblutet, weshalb die typischen Regelschmerzen und UnterleibskrĂ€mpfe auftreten. Eher selten treten Menstruationsschmerzen infolge einer starken Unterentwicklung oder Fehlbildung der GebĂ€rmutter auf.

Des Weiteren existieren auch begĂŒnstigende Faktoren, die Regelschmerzen verschlimmern können. Hierzu gehören:

  • erste Regelblutung vor dem 12. Lebensjahr
  • geringes Körpergewicht (BMI unter 20)
  • lange Menstruationszyklen
  • starke und/oder unregelmĂ€ĂŸige Blutungen
  • Alkohol und Rauchen
  • psychische Faktoren (z. B. Stress oder emotionale Belastungen)

Die sekundĂ€ren Regelschmerzen treten hĂ€ufig im Rahmen einer Endometriose auf, eine gutartige Erkrankung des Uterus. Hier siedelt sich Gewebe, das der GebĂ€rmutterschleimhaut Ă€hnlich ist, außerhalb der GebĂ€rmutter an. Etwa 10 von 100 Frauen leiden an dieser Wucherung. Allerdings bleibt die Endometriose hĂ€ufig unerkannt.

Ursachen einer sekundĂ€ren Dysmenorrhoe können GebĂ€rmuttergeschwulste (Myomen) oder krankhafte VerĂ€nderungen im Becken infolge einer GebĂ€rmutterentzĂŒndung sein.

Aber auch die Spirale, die als VerhĂŒtungsmittel in die GebĂ€rmutter eingesetzt wird, kann sekundĂ€re Regelschmerzen hervorrufen.

Symptome bei primÀren Regelschmerzen

Die typischen Symptome bei Regelschmerzen ohne eine krankhafte Ursache sind ziehende und krampfartige Unterleibsschmerzen, die bis in den RĂŒcken ziehen können und durch die GebĂ€rmuttermuskulatur entstehen, wenn sie sich verstĂ€rkt zusammenzieht (Kontraktion).

Dabei können die Schmerzen unregelmĂ€ĂŸig auftreten und ĂŒber mehrere Minuten lang andauern. Gleichzeitig wirken die Prostaglandine auch auf den Magen-Darm-Trakt, die GefĂ€ĂŸmuskulatur und die Bronchien. Begleitende Symptome können deshalb auch Übelkeit und Durchfall sein.

In der Regel beginnen die Schmerzen kurz bevor die Blutung einsetzt. An den ersten beiden Tagen der Menstruation sind sie meist am stĂ€rksten und werden begleitet von allgemeinem Unwohlsein, MĂŒdigkeit und einem Abfall der LeistungsfĂ€higkeit.

Dabei können bei einigen Frauen die Beschwerden so stark sein, dass sie in ihrem Alltag erheblich eingeschrÀnkt sind.

Symptome bei sekundÀren Regelschmerzen

Die Symptome bei den sekundĂ€ren Regelschmerzen sind Ă€hnlich wie bei den primĂ€ren Regelschmerzen. Liegt eine Endometriose oder Myomen vor, so berichten Betroffene hĂ€ufig zusĂ€tzlich ĂŒber lang anhaltende und sehr starke Regelschmerzen und Regelblutungen.

Was ist das prÀmenstruelle Syndrom?

Mit prĂ€menstruelles Syndrom – kurz PMS – wird ein komplexes Beschwerdebild beschrieben, das 4 bis 14 Tage vor dem Eintreten der Monatsblutung eintritt. Der Schweregrad des prĂ€menstruellen Syndroms kann variieren, ebenso die Symptome. Diese können sich wie folgt Ă€ußern:

Die genauen Ursachen sind nicht geklÀrt. Die Beschwerden treten lediglich in der zweiten ZyklushÀlfte zwischen dem Eisprung und dem Einsetzen der Monatsblutung auf.

In diesem Zeitraum wird Progesteron (Gelbkörperhormon) produziert. Gleichzeitig fĂ€llt die ÖstrogenausschĂŒttung ab. Hierdurch entsteht die Neigung zum prĂ€menstruellen Syndroms.

Regelschmerzen erfordern eine genaue Diagnose

Treten starke Regelschmerzen auf, so sollten diese immer durch einen Frauenarzt abgeklĂ€rt werden. Zur Diagnosestellung erfolgt zunĂ€chst ein ausfĂŒhrliches AnamnesegesprĂ€ch. Danach fĂŒhrt der Frauenarzt eine gynĂ€kologische Untersuchung durch.

Besteht der Verdacht auf eine organische Ursache, werden weitere Untersuchungen wie beispielsweise eine Sonographie (Ultraschalluntersuchung) durchgefĂŒhrt.

Eine Laparoskopie (Bauchspiegelung) mittels Endoskop kommt ebenfalls in Betracht, denn hiermit kann eine Endometriose festgestellt oder ausgeschlossen werden.

Medikamente gegen Menstruationsbeschwerden

Die Therapie beschrÀnkt sich darauf, die Regelschmerzen zu lindern, da eine Heilung im eigentlichen Sinne bei primÀren Regelschmerzen ohne erkennbare körperliche Ursache nicht möglich ist.

Das Schmerzmittel der ersten Wahl stellen die sogenannten nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAR) wie Paracetamol, Ibuprofen, Naproxen und AcetylsalicylsĂ€ure dar. Aufgrund ihrer nicht unerheblichen Nebenwirkungen sollten die Medikamente gegen Regelschmerzen jedoch nicht ĂŒber einen lĂ€ngeren Zeitraum ohne Ă€rztliche Anweisung eingenommen werden.

Auch krampflösende Arzneimittel wie Butylscopolamin können dabei helfen, die UnterleibskrÀmpfe bzw. Regelschmerzen zu lindern.

HĂ€ufig werden auch andere Medikamente gegen Menstruationsbeschwerden bzw. HormonprĂ€parate wie die Antibabypille verschrieben, um den Eisprung zu unterdrĂŒcken.

Zum Einsatz kommen hier Gestagen-Östrogen- oder Gestagen-PrĂ€parate (Minipille). Hierdurch wird der GebĂ€rmutterschleimhautaufbau unterdrĂŒckt und die Regelblutung fĂ€llt entweder ganz aus oder wird leichter.

Doch auch die Antibabypille ist alles andere als nebenwirkungsfrei. Neben Kopfschmerzen bis hin zu MigrÀne, können ein Bluthochdruck sowie ein erhöhtes Thromboserisiko entstehen.

Alternative Hilfen gegen Regelschmerzen

Gegen Unterleibsschmerzen haben sich WĂ€rmeanwendungen wie warme BĂ€der oder WĂ€rmflaschen als krampflindernd und entspannend erwiesen. Hilfreich können auch EntspannungsĂŒbungen wie Pilates oder Yoga sein.

Auch wenn es schwer fĂ€llt, fĂŒhrt aktives Bewegen dazu, dass das Becken besser durchblutet wird und sich die Verkrampfungen besser lösen können.

In manchen FĂ€llen können auch KrĂ€utertees mit GĂ€nsefingerkraut oder mit Johanniskraut sowie homöopathische Mittel wie Uzara und Belladona zur Schmerzlinderung fĂŒhren.

Als pflanzliches Schmerzmittel kommt auch Mönchspfeffer infrage. Ein gutes Mittel gegen Regelschmerzen ist auch Magnesium, das in vielen Nahrungsmitteln wie beispielsweise NĂŒssen, HĂŒlsenfrĂŒchten, Vollkornreis und Weizenkeimen enthalten ist..

Cannabis als Schmerzmittel: Kann Cannabis bei Regelschmerzen helfen?

Königin Victorias Leibarzt wusste schon, dass die Wirkstoffe aus der Hanfpflanze Regelschmerzen lindert und verschrieb der Hohheit Cannabis gegen Schmerzen in Form einer Hanftinktur.

Auch in Asien und Afrika wird die Cannabispflanze seit langem bei Menstruationsschmerzen eingesetzt. Inzwischen ist schmerzlindernde, entkrampfende und entzĂŒndungshemmende Wirkung von Cannabis allgemein anerkannt. So kann Cannabis ein pflanzliches Schmerzmittel sein ohne starke Nebenwirkungen.

Bisher konnten nur wenige Patienten von medizinischem Cannabis aus der Apotheke profitieren und benötigten eine Ausnahmeerlaubnis des Bundesinstituts fĂŒr Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM).

Hinzu kam, dass sie das Cannabis selbst zahlen mussten. Seit der GesetzesĂ€nderung im MĂ€rz 2017 haben Ärzte die Möglichkeit, Cannabis wie andere Medikamente zu verordnen, allerdings auf einem BTM-Rezept.

Die Krankenkassen dĂŒrfen die KostenĂŒbernahme nur in „begrĂŒndeten AusnahmefĂ€llen“ ablehnen.

BegrĂŒĂŸenswert ist in der Neufassung des Gesetzes auch, dass Ärzte ab sofort auch dann medizinisches Cannabis in Form von CannabisblĂŒten oder Cannabisextrakt verschreiben dĂŒrfen, ohne dass ein Patient vorher sĂ€mtliche Alternative Therapien durchlaufen muss.

Hierdurch werden die langen Wartezeiten fĂŒr Palliativpatienten verhindert.

Noch nennt der Gesetzgeber im Rahmen der Legalisierung des Cannabis schwerkranke Menschen. Auch eine exakte Abgrenzung auf einzelne Erkrankungen ist bisher noch nicht vorgesehen.

Sicherlich zÀhlen aber zu den Schwerkranken die Krebspatienten. Und auch Patienten, die an chronischen Schmerzen infolge von Multipler Sklerose oder Rheuma leiden, können sich medizinisches Cannabis verordnen lassen.

Die Voraussetzung hierfĂŒr ist allerdings die EinschĂ€tzung des Arztes in Bezug auf den Therapieerfolg. Es ist also nicht möglich, einfach einen Arzt aufzusuchen und diesen um eine Verschreibung von Cannabis auf Rezept zu bitten.

Aktuell können sich also Frauen, die regelmĂ€ĂŸig wĂ€hrend ihrer Menstruation an starken Regelschmerzen leiden, noch kein Cannabis verordnen lassen. Dennoch besteht Hoffnung: Immer mehr Studien zum medizinischen Cannabis werden durchgefĂŒhrt und vielen LĂ€ndern kommen neue medizinische Hanfprodukte auf den Markt, was auch den Druck auf Deutschland erhöht.

Vermutlich wird es zukĂŒnftig möglich sein, auch bei anderen Erkrankungen und anderen Beschwerdebildern eine Verschreibung von Cannabis auf Rezept zu erhalten.

USA: Cannabis-Tampons gegen Regelschmerzen

Seit kurzem gibt es in den USA auf Rezept das Cannabis-Tampon bzw. Cannabis-ZĂ€pfchen. Es handelt sich hierbei jedoch nicht um ein typisches Watte-Tampon, sondern um ein VaginalzĂ€pfchen, das vor dem eigentlichen Tampon eingefĂŒhrt wird.

Das medizinische Tampon enthÀlt den Wirkstoff Cannabis bzw. 60 Milligramm THC und 10 Milligramm CBD. Kakaobutter ist ebenfalls enthalten. Nachdem sich die Kakaobutter aufgelöst hat, werden die Wirkstoffe an die SchleimhÀute im Uterus abgegeben.

Die schmerzstillende und entkrampfende Wirkung soll nach Angaben des Herstellers nach 15 bis 30 Minuten einsetzen.

Studien oder Untersuchungen zum Cannabis-Tampon existieren bisher noch nicht. Kritiker geben zu bedenken, dass die Menge an THC zu hoch sei und dass nicht sicher sei, ob die Cannabinoide tatsÀchlich nur im Uterus verbleiben und nicht in das Gehirn gelangen können.

Im Blut ist der THC-Gehalt auf jeden Fall nachweisbar. Laut des Herstellers soll durch das im Cannabis-Tampon enthaltene THC jedoch kein Rauschzustand ausgelöst werden.

Erfahrungsberichte von US-amerikanischen Frauen bestÀtigen dies. Weiter berichten die Nutzerinnen, dass die Wirkung bereits nach ca. 8 Minuten einsetzt.

In Deutschland ist das Cannabis-Tampon bisher nicht zugelassen.

Es bedarf noch Zeit und aussagekrÀftige Studien, bis deutsche Frauen das Cannabis-Tampon nutzen können.

Dennoch wird es als positiv angesehen, dass Cannabis immer mehr auf vielfÀltige Weise verwendet werden kann.

Rezeptfreie Alternative: CBD-Öl gegen Regelschmerzen

Hanföle, insbesondere das CBD-Öl, nutzen inzwischen viele Schmerzpatienten. CBD ist wie THC ein Cannabinoid aus der Hanfpflanze. Im Gegensatz zum THC hat das Cannabinoid CBD jedoch keine psychoaktive Wirkung, weshalb der legale Kauf auch in Deutschland möglich ist.

Zwar ist die CBD Wirkung noch nicht so gut erforscht wie das THC, es konnten dennoch schon einige Studien belegen, dass CBD gegen verschiedene Erkrankungen und Schmerzen hilfreich sein. So konnten beispielsweise bei Epilepsiepatienten gute Erfolge erzielt werden.

Und auch psychische Störungen sowie EntzĂŒndungen konnten mit CBD positiv beeinflusst werden.

Hanföl Wirkung:

CBD-Öl kann das körpereigene Endocannabinoid System stimulieren und gleichzeitig den Stoffwechsel entlasten. Außerdem wird dem CBD-Öl eine schmerzlindernde, ausgewogene und gesundheitsfördernde Wirkung nachgesagt. Empfohlen werden reine CBD-Öle ohne ZusĂ€tze.

Der Hanf sollte zudem aus dem biologischen Anbau stammen. Um Regelschmerzen zu lindern, werden zwei bis drei Tropfen tÀglich empfohlen.

Diese werden auf die Zunge getrĂ€ufelt und sollten einige Minuten im Mund behalten werden. Möglich ist zudem, zwei bis drei Tropfen auf den vorderen Teil des Tampons zu trĂ€ufeln und dieses dann einzufĂŒhren.

CBD-Öl in Deutschland kaufen

CBD-Öl kann ein geeignetes Mittel gegen Regelschmerzen sein und darf in Deutschland legal gekauft werden – sofern kein THC enthalten ist.

Beim Kauf des CBD-Öl sollte vor allem auf den Reinheitsgrad geachtet werden. Im Öl sollten mehr als 99 Prozent reines CBD und kein CBDA enthalten sein. Wichtig ist zudem, dass die Herstellung nach den ISO- und GMP-Richtlinien erfolgt ist. Zu empfehlen sind außerdem Bio-Produkte.

Quellen:

https://www.leafly.de/cannabis-bei-regelschmerzen/

Deutsches Ärzteblatt, Grotenhermen, Franjo; MĂŒller-Vahl, Kirsten, 2012, „ Das therapeutische Potenzial von Cannabis und Cannabinoiden

UKB UniversitĂ€tsklinikum Bonn, 2007, „ Körpereigene Cannabinoide wirken entzĂŒndungshemmend “

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Neurological Rehabilitation Center Quellenhof, Kuranlagenallee 2, 75323 Bad Wildbad, Germany, Flachenecker P1, 2013, “ A new multiple sclerosis spasticity treatment option: effect in everyday clinical practice and cost-effectiveness in Germany ”

Department Anesthesia, Psychiatry, Dalhousie University, Halifax, Canada, Lynch ME1, Campbell F., 2011, “ Cannabinoids for treatment of chronic non-cancer pain; a systematic review of randomized trials ”

Department of Physiology and Pharmacology Vittorio Erspamer, Faculty of Pharmacy and Medicine, Sapienza University of Rome, Italy, Esposito G1, 2013, “ Cannabidiol in inflammatory bowel diseases: a brief overview ”

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